Wo bleibt der Sinn im Hundetraining?

Die Arbeit mit Mensch & Hund ist eine Berufung und die Geschichten zur Berufswahl erzählen alle eine Persönlichkeitsentwicklung mit Hund. Doch damit hört dein Weg nicht auf. Mit jedem Mensch-Hunde-Team kannst du auch selbst dazu lernen und persönlich wachsen.

In diesem Artikel geht es darum, wie du im Hundeberuf Menschen motivieren kannst, indem sie einen Sinn für sich erkennen.

Menschen motiviert es, wenn sie in dem, was sie tun, einen Sinn erkennen. In meinen Seminaren für Hundeberufler/innen erlebe ich oft das Phänomen, dass diese annehmen, sie müssten ihre Kund/innen dazu bringen, das zu tun, worin sie selbst einen Sinn erkennen. Weil sie den Wissensvorsprung über Hunde und den Werkzeugkoffer an Methoden haben, nehmen sie an, sie wüssten, was das Mensch-Hunde-Team bräuchte und worin der/die Halter/in den Sinn erkennen müsste. Manche denken, sie müssten einfach noch besser überzeugen und mehr Argumente anbringen, geschickter formulieren oder besser erklären. Sie reiben sie sich auf und strengen sich unglaublich an, um zu überzeugen, was für Mensch & Hund sinnvoll ist.

Motivation kommt von innen

Dabei brauchst du dich nicht auf den Kopf zu stellen, um jemanden, der bei dir Rat und Hilfe sucht, einen Sinn zu vermitteln. Motivation kommt von innen. Eine Sache macht dann für jemanden Sinn, wenn man ihr eine positive und attraktive Bedeutung geben kann. Der Sinn ist also schon da – oder eben nicht. Sieht der Mensch keinen Sinn für sich, wurde geschickt oder hat sich angemeldet, weil man das halt so macht, dann ist das vergebene Liebesmüh. Denn Training ohne Sinn ist Training ohne Motivation.

Warum bist du heute hier?

In den meisten Fällen sieht der Mensch für sich bereits bei der Anmeldung zur Übungsstunde oder zur Beratung darin Sinn. Du brauchst die Motivation nur offen zu legen. Dein Job ist es, das „Warum“ zu erfragen und zuzuhören. Du darfst auch nachhaken und dabei helfen, den Sinn positiv und attraktiv zu formulieren. Bei einer längeren Begleitung lohnt es sich, dass der Hundehalter/in sich sein „Warum“ notiert. So könnt ihr im Verlauf der Zeit immer wieder mal darauf zurück zu kommen und euch daran orientieren.

Willst du deine Kund/innen mit Freude und Leichtigkeit dabei unterstützen, mit ihrem Hund eine gute Beziehung zu führen, dann probier’ es einfach mal aus!

Vielleicht kommst du hin und wieder bei bestimmten Menschen oder in bestimmten Situationen an persönliche Grenzen oder stehst gerade vor einer besonders herausfordernden Aufgabe in der Arbeit mit Mensch & Tier. Dann helfe ich dir dabei, Klarheit für deinen nächsten Schritt zu gewinnen.

Viel Erfolg bei deiner Arbeit mit Mensch & Hund,

geh mutig & klar deinen Weg!

Deine Anna Meißner

Anna Meißner ist Strukturgeberin für Persönlichkeit & Entwicklung. Sie hilft Menschen, sich selbst auf die Spur zu kommen, um mutig und klar ihren Weg zu gehen.

2 Comments

  1. Liebe Anna
    Wie sehr du mir mit diesem Artikel aus dem Herzen sprichst, danke! Und es ist schon fast ein Phänomen: sehr oft, wenn mich ein Thema länger beschäftigt oder ich durch Selbsterforschung gerade zu einer Lösung gefunden habe, dann „stolpere“ ich auf deiner Webseite über genau dieses Thema. So auch bei dem von dir hier Beschriebenen. Ich bin zum Schluss gekommen, dass sehr viele Aspekte aus dem Coaching auch im Hundetraining wunderbar angewendet und zu mehr Erfolg führen. Und immer wieder stelle ich fest, ich arbeite sehr, sehr ähnlich wie du. Lieben Dank für deine Inspirationen.

Comments are closed.