Wie du dich in nur 5 Minuten komplett demotivieren kannst

Es ist Montag. Neustart in die erste Arbeitswoche 2015. Alles ist noch frisch. Das wäre doch die Gelegenheit, deinen Schreibtisch aufzuräumen, eine To-Do-Liste zu schreiben und den nächsten Schritt festzulegen, um dein Herzensprojekt voranzubringen. Du könntest auch früh mit deinem Hund spazieren, den Vollmond untergehen und die Wintersonne aufgehen sehen und dabei die klare Luft genießen.

Wie hast du deinen Tag begonnen? Warst du auch voller Euphorie und großer Erwartungen?

Der Tag kann noch so toll gestartet sein und die Zeichen gut stehen. Es gibt Momente, in denen die erhabene Stimmung in nullkommanix umschlägt. Etwas Unerwartetes und Unangenehmes passiert und plötzlich stehst du vor der Wand, dein Frust überrollt dich wie eine große Welle. Am liebsten würdest du dich zurück ins Bett schleichen. Der Tag – auch wenn es der 05.01.2015 ist – scheint gelaufen ehe er so richtig begonnen hat.

… also bei mir war das der Moment, als ich nach meinem wunderbar entspannten Morgenspaziergang eine überraschende Hund-Katze-Begegnung vor meiner Haustüre hatte und damit die ganze Nachbarschaft geweckt habe bzw. mein Hund 😀

Solltest du mal wieder all zu guter Dinge sein und meinen, dir gehöre die Welt: Hier ist die Kurzanleitung, wie du deine Hochstimmung ganz schnell zunichte machst:

 

1. Stell dir vor, was alles (hätte) passieren könnte

Die Situation ist vorbei, alle haben überlebt. Doch um dich richtig mies zu fühlen, braucht es nur ein bisschen Fantasie: Stell dir in allen entsetzlichen Details vor, was hätte passieren können. Wenn du dann noch eine Steigerung einbaust und die Ereignisse immer schlimmer und die Folgen fataler werden, dann ist die Abwärtsspirale nicht mehr aufzuhalten. Du befindest dich bereits im freien Fall.

2. Beschimpf dich innerlich und rede dir Schuldgefühle ein

Stell dich innerlich an den Pranger, halte Gericht und empfinde dich schuldig im Sinne der Anklage. Beispiel gefällig? „Du Idiot, hättest du nicht.. Das passiert nur dir, weil du es nicht blickst, weil du zu langsam, zu schlecht, zu … bist. Hättest du nicht … , dann wäre das jetzt nicht passiert. Das war auch schon früher so.“ [Fortsetzung und Wiederholung werden dringend empfohlen]

3. Sieh die Situation als negatives Vorzeichen für den Tag

Man muss nicht abergläubisch sein, um die Erfahrung zu machen, dass es solche Tage gibt, die unter negativen Vorzeichen stehen und an welchen alles, aber auch alles schief geht. Also falls du einen schwarzen Tag erleben möchtest, dann nimm diese Situation zum Anlass und sag es laut. Deine Prophezeiung wird sich auf jeden Fall erfüllen, denn damit richtest du deine Aufmerksamkeit auf alles, was nicht so gut laufen wird.

4. Betätige dich als Gedankenleserin

Wenn an der Situation noch andere Menschen beteiligt waren oder zugesehen haben, dann macht es Sinn, sich im Nachhinein zu überlegen, was diese nun Negatives über dich denken. Es kann auch nicht anders sein, als dass sie dich verurteilen und abwerten. Fallen dir schon ein paar Möglichkeiten ein, wie du in den Augen der anderen da stehst? Dann fühlst du sicher die Scham deinen Rücken hockriechen. Gut gemacht, gleich bist du am Ziel.

 5. Betreibe Ursachenforschung

Geh die negative Situation in Gedanken immer und immer wieder durch. Finde den Fehler. Woran mag es gelegen haben. Wiederholst du auch die negativen Gefühle? Gut so. Damit brennen sie sich ewig ein. So kommst du nicht mehr raus aus dem Schlamassel, den du dir eingebrockt hast.

Na, wie fühlst du dich? Hast du genug?

Wie du jetzt weißt, handelt es sich um eine hohe Kunst, sich innerhalb von 5 Minuten aus seiner Kraft heraus zu katapultieren, sich schwach, traurig und leblos zu fühlen. Ich kenne einige Meisterinnen, die diese Kunst perfektioniert haben. Auch ich habe lange dafür trainiert 😉

Lass dich heute nicht durch diese Strategien aus der Bahn werfen. Wenn du sie wahrnimmst, dann stoppe diese Mechanismen und fang neu an. Gib dem Tag und vor allem dir eine Chance. Auch nach blöden Situationen darfst du neustarten und gut mit dir umgehen. Die erlebten Gefühle in dem Moment, in welchem es passiert ist, reichen völlig aus, damit du die nötigen Konsequenzen daraus ziehen kannst. Trotzdem darfst du heute die Sonne genießen und vor allem, weiter mutig und klar deinen Weg gehen.

Bis bald und immer dran denken: Geh mutig und klar deinen Weg!

Unterschrift

 

Anna Meißner ist Strukturgeberin für Persönlichkeit & Entwicklung. Sie hilft Menschen, sich selbst auf die Spur zu kommen, um mutig und klar ihren Weg zu gehen.