Wie du deine Lebensqualität mit Hund ohne Hundetraining verbesserst

Stefanie Ochs von www.zarameh.de hat mich mit ihrem Facebook-Posting völlig überrascht. Sie schrieb darin, wer aus ihrer Sicht einen Beitrag zur Verbesserung von Lebensqualität leistet.  Meinen Namen zwischen all den tollen Menschen zu lesen, die sie nannte, hat mich unglaublich gefreut und so reihe ich mich gerne mit diesem Artikel in ihre Blogparade zum Thema Lebensqualität ein. Vielen Dank, liebe Stefanie, du bist für mich auf jeden Fall auch ein Mensch, der andere dabei unterstützt, ihre Lebensqualität nachhaltig zu verbessern!

 

In meinem Beitrag zur Blogparade geht es darum, wie du deine Lebensqualität mit Hund ohne Hundetraining verbesserst.

Viele Menschen erhoffen sich mehr Lebensqualität durch die Anschaffung eines Hundes. Die Lebensqualität verbessert sich aber dadurch nicht automatisch. Zwar stellte schon Hildegard von Bingen fest: „Gib dem Menschen einen Hund und seine Seele wird gesund.“ Doch so einfach ist es leider nicht.

Ein Leben mit Hund bringt auch Einschränkungen mit sich. Es bedeutet eine gewisse Anstrengung, mit einem Raubtier zusammen zu leben und seinen Bedürfnissen gerecht zu werden. Wir sind gerne bereit, diese Anstrengung auf sich zu nehmen, ist der Hund für uns doch viel mehr als nur ein Hund. Er steht dafür, was wir im Leben suchen und brauchen, z. B. Naturverbundenheit, Aktivität und Gemeinschaft. Der Hund erinnert uns also daran, was für uns Lebensqualität heißt.

Unsere Lebensqualität ist eng mit der unseres Hundes verbunden.

Geht es dem Hund schlecht, merkt man das auch dem Vierbeiner an und umgekehrt. Der Hund kann ein Gradmesser für deine Lebensqualität sein. Wirst du dem Hund nicht mehr gerecht, dann könnte es sein, dass es für dich im Leben ebenfalls gerade schwierig ist, z. B. weil du deine Naturverbundenheit nicht lebst, dich mit deinen Vorstellungen vom Leben alleine fühlst oder deine besonderen Fähigkeiten nicht einbringen kannst und an dir zweifelst.

Im Hundetraining und in Seminaren rund um das Thema Hundeausbildung lernen wir viel über Hunde und wie wir für ihre Lebensqualität sorgen können, z. B. alles über Beschäftigung, Ernährung, Kontakt mit Artgenossen. Aber wir lernen nicht, wie wir unseren Lebenspartner dazu bewegen, mit dem Hund Gassi zu gehen, wie wir Arbeit, Familie und Hund unter einen Hut bringen oder wie wir einen Beruf finden, der zu unserem Leben mit Hund passt. Lebensqualität mit Hund erreichst du eben nicht durch Hundetraining, sondern indem du herausfindest, was Lebensqualität mit Hund für dich heißt und indem du dein Leben danach gestaltest.

Motivation ist, deine Lebensqualität wieder zu spüren.

Lebensqualität ist wichtig. Doch, was uns fehlt, merken wir oft erst, wenn es nicht (mehr) da ist, z. B. wenn uns die Zeit fehlt und wir nicht mit dem Hund raus gehen können. Dann denken wir an die Spaziergänge in der Natur, die frische Luft und die Bewegung, also an all das, was wir gerade nicht tun können. Auf der einen Seite macht es uns traurig und auf der anderen Seite ist es auch die Motivation, uns dafür Zeit zu nehmen, weil wir genau wissen wie es sich anfühlt. Also wollen wir etwas dafür tun.

Wenn du weißt, was Lebensqualität mit Hund für dich heißt, kannst du in schwierigen Situationen, deine Motivation wieder finden, etwas für dich zu tun und das ganz ohne Hundetraining. Dann fühlt es sich wieder genauso an, wie wenn du Zeit hast, um mit deinem Hund draußen in der Natur zu sein, dir die gute Luft um die Nase wehen lässt, dich von ganzem Herzen freust und ein echtes Glücksgefühl im Bauch spürst.

Wenn du dieses Glücksgefühl schon lange nicht mehr gespürt hast, dann melde dich für ein Strukturcoaching an. Ich unterstütze dich, herauszufinden, was Lebensqualität für dich heißt und wie du deine Lebensqualität mit Hund ohne Hundetraining verbesserst.

 

Was heißt Lebensqualität mit Hund für dich? Ich freue mich über deinen Kommentar!

 

 

Anna Meißner ist Strukturgeberin für Persönlichkeit & Entwicklung. Sie hilft Menschen, sich selbst auf die Spur zu kommen, um mutig und klar ihren Weg zu gehen.

8 Comments

  1. Liebe Anna! Hunde sind in der Tat viel mehr als pure „Begleiter“. Man kann sehr viel über sich durch sie lernen. Auch wenn ich persönlich schlussendlich (zumindest bisher) doch eher bei Katzen lande, liebe ich die Momente jeglicher Begegnungen mit Hunden und geniesse die Zeiten und Spaziergänge mit den Hunden meiner Schwester oder Eltern <3
    Stefanie

    • Liebe Stefanie
      Herzlichen Dank für deinen Kommentar! Du hast diesen Artikel ja auf den Weg gebracht. Ob Hund oder Katze oder nur die Sehnsucht nach einem Tier zeigt uns, worum es uns im Leben geht und was vielleicht an Lebensqualität gerade fehlt. Dann ist es gut, wenn man Menschen kennt, die einem wieder auf die Spur helfen. Du bist auch so ein Mensch <3

  2. Liebe Anna,

    ich kann deinen Artikel gerade so unterschreiben. Wir haben zwei Hunde und der „kleine“ ist nun gerade 9 Monate alt – eine echte Herausforderung also. Es hat lange gedauert, bis ich einen Rhythmus finden konnte, der zu uns allen passt aber gerade sind wir auf einen guten Weg.
    Zum Glück habe ich Unterstützung von Hundetrainern, denen gerade der Alltag mit Hund auch sehr am Herzen liegt. Ohne sie und ihre ruhigen und gelassenen Tipps hätte ich noch lange kein Land gesehen.
    Da es aber nicht jeder so gut trifft wie ich in diesem Fall, finde ich deine Arbeit sehr sehr wertvoll!

    Liebe Grüße,
    Carina

    • Liebe Carina
      Lebensqualtität ist, einen gemeinsamen Rhythmus zu finden. Das ist ein schönes Bild! Du kannst gerne deine Hundetrainerin oder deinen Hundetrainer hier verlinken. Vielleicht hilft dein Tipp ja anderen weiter. Vielen Dank für deinen Kommentar!

  3. Liebe Anna,

    was für ein schöner Artikel. Unsere Suche nach mehr Lebensqualität für unseren „Skip“, uns selbst und unsere 3 Pferde hat uns sogar einen Umzug beschert. Jetzt leben wir in einem ehemaligen Forsthaus mitten in der Natur. Skip ist super viel draußen und hat „seinen eigenen“ Bach direkt vor der Tür. Wenn er sich nicht grade als Wasserratte betätigt, dann ist er gern auch mal als Schmutzhund im Stall unterwegs. Er trifft täglich seine beste Freundin zum Spielen. Ich glaube seine Vorstellung von Lebensqualität haben wir voll getroffen. Und unsere somit auch! 😉

    Ganz liebe Grüße
    Antje

    • Hallo Antje,
      das klingt wirklich traumhaft! So stell ich mir das Leben mit Hund auch manchmal vor. Wer weiß, vielleicht finde ich diesen Ort in meinem Leben auch noch.. Vielen Dank für deine Geschichte!

  4. Liebe Anna,
    Ein sehr interessanter Beitrag. Und wie immer polarisiert der Inhalt.
    Ich bin der Meinung, wenn man die eigene Lebensqualität mit Hund verbessern möchte, dann ist es nötig auf die Bedürfnisse von Mensch UND Hund zu schauen. Denn das Ziel ist doch eine harmonische Verzahnung von Beidem.
    Ein qualifiziertes Hundetraining, das individuell gestaltet wird und seinen Schwerpunkt auf die Alltagsproblematiken legt, kann da nicht schaden, sondern eher unterstützen. Ich im übrigen habe schon vielfach Gespräche mit den Lebenspartnern, den pubertierenden Kindern, Haushaltshilfen oder Pflegerinnen von Kunden geführt, um einen einheitlichen Umgang mit solchen Alltagssituationen zu gewährleisten. Das geht zwar über das zurzeit „übliche Maß“ von Hundetraining hinaus, ist aber aus meiner Sicht einfach nötig um Erfolg zu haben.
    Es macht die Arbeit nicht gerade einfacher und man steht oft auf dünnem Eis. Schließlich mischt man sich doch immer mal wieder in Lebensbereiche und Beziehungen ein, die als urprivates Gebiet gelten. Nicht jeder gesteht so etwas einem Hundetrainer zu.
    Ich kündige diese Grenzüberschreitung an, dann ist die Abwehr oft gar nicht mehr so groß, da überwiegt oft die Neugier. Wichtig ist einfach, dass man es dem Gesprächspartner plausibel erklären kann, warum man so weit geht und welchen Nutzen er daraus ziehen kann, zuzuhören.

    Lieben Gruß, Birgit

    • Liebe Birgit
      Herzlichen Dank für deine Meinung als Trainerin. Ich bin froh, dass du diese Perspektive ergänzt. Natürlich ist Training für Hunde sinnvoll und es ist hilfreich, wenn du als Hundetrainerin auch das Umfeld mit einbeziehst. Ich habe oft miterlebt, wie haarig es wird, wenn Hundetrainer/innen das „persönliche“ Feld betreten. Denn hierfür hast du als Trainerin keinen Auftrag und auch oft nicht die Ausbildung. Es geht ja schließlich um den Hund. Hundetrainer/innen müssen auch nicht noch das Feld von Coaching und psychologischer Beratung beackern, um gute Arbeit zu leisten. Mit einem wertschätzenden und humorvollen Umgang mit Kund/innen wie du ihn pflegst, erreicht man schon sehr viel. Auf diese Weise hast du bestimmt schon den ein oder anderen zum Nachdenken gebracht 🙂
      Viel Erfolg weiterhin!

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