Wenn’s mal wieder schwierig wird ..

Suchen dich auch ab und an „alte Geister“ heim und Situationen, die du mit deinem vierbeinigen Freund eigentlich schon gemeistert hast, werden wieder schwierig?

Du denkst an nichts Böses und dann passiert es: Eine Situation, die du bereits mit viel Training, Blut und Schweiß überwunden zu haben glaubtest, geht auf einmal wieder schief und schwupp, holen dich auch die alten Geister heim und terrorisieren dein Gefühlsleben. Der Frust ist groß, weil bekannte Misserfolge und Erinnerungen an schwierige Momente mitschwingen. Gleichzeitig ist da auch die Sorge, dass du dieses Thema nie überwinden wirst oder dass sich an dieser Stelle immer etwas wiederholen wird und du es nicht in den Griff bekommen kannst.

Oh weija, ich merke sogar beim Schreiben welchen Sog diese Gedanken haben und in welche Tiefe sie einen ziehen können. Wie ein schwarzes Loch, das alles mühevoll Erreichte und jegliche schöne Erfahrung aufsaugt.

[pullquote]Du darfst dich halt nicht ins schwarze Loch fallen lassen![/pullquote] Ein Hundetrainer, der mich eine Weile begleitet hat, meinte in solchen Momenten immer zu mir: „Du darfst dich halt nicht ins schwarze Loch fallen lassen!“ Ja, da hatte er schon Recht. Nur leider – und vielleicht kannst du das bestätigen? – hat dieses Loch eine magnetische Wirkung und es fühlt sich zwar nicht gut, aber so bekannt an. Es ist leicht, sich fallen zu lassen, wenn man sich mut- und kraftlos fühlt.

Möchtest du einen Schritt weiter kommen, die alten Geister einfangen und dem schwarzen Loch den Rücken kehren?

Zwei Ansätze finde ich sehr wirksam, um aus der Abwärtsspirale nach Misserfolgserlebnissen auszusteigen. Sie unterbrechen unsere gewohnten Denkstrukturen wie Zauberformeln:

 1. Gedanke: Wenn du dich mies fühlst, ist die Krise schon vorbei.

Wenn du meinst, der Himmel stürzt über dir zusammen; wenn die Verzweiflung und die Tränen kommen, dann bist du durch das Schlimmste durch und hast die Krisensituationen zu diesem Zeitpunkt überwunden. In der schwierigen Situation ist es dir gelungen, dich zusammenzureißen, kontrolliert zu agieren oder einfach die Zähne zusammen zu beißen. Der Gefühlsausbruch kommt oft erst hinterher wie ein Echo oder Nachhall, meistens dann wenn du in die Entspannung kommst und Raum dafür da ist.

Ich finde diesen Gedanken unglaublich tröstlich, denn

  • nun kann sich Erleichterung breit machen. Die Situation, die dir am meisten zugesetzt hat, ist vorüber.
  • die Bedrohlichkeit des negativen Zustands nimmt ab und du erkennst dich vielleicht sogar als „Überlebende“, die die Situation (wie auch immer) gemeistert hat.
  • du kannst dir im Nachhinein das nötige Verständnis und den Raum für die Verarbeitung geben, denn du weißt: Jetzt bist du sicher.

2. Gedanke: Es könnte alles auch ganz anders sein.

Manchmal meinen wir, dass wir uns jetzt schlecht fühlen müssten, weil man das halt nach einem wie auch immer gearteten Misserfolg (egal, woran du ihn misst) so macht. Ich wage mich jetzt mal weit aus dem Fenster:

Warum musst du dich nach einer misslungenen Situation schlecht fühlen?

Denn „Es könnte auch alles ganz anders sein“, meinte jedenfalls, einer der Begründer der Individualpsychologie, Adolf Adler. Es kommt immer auf die Perspektive der Beobachterin an, was wir als Wirklichkeit definieren. Vielleicht kannst du deine Perspektive einmal verlassen und das Thema aus einem anderen Blickwinkel betrachten?

Meine ganz persönliche Geschichte dazu:

An einem sommerlichen Nachmittag laufe ich durch meinen Wohnort zum Wald. Unterwegs begegnet Cosmo und mir eine KATZE. Dieses Tier, dessen Name nicht genannt werden darf (sonst ist Cosmo direkt in Alarmbereitschaft ..) Natürlich bricht das Chaos aus und ich kämpfe mit meinem wildgewordenen Hund. Aus der Ferne werde ich auch noch beobachtet und denke direkt:

„Die Leute meinen sicher, ich hab’s nicht im Griff.“ Als wir an den besagten Passanten vorbeilaufen, spricht mich eine Frau an und sagt: „Da vorne läuft ein herrenloser Hund. Vielleicht könnten Sie sich darum kümmern. Sie wissen doch, wie man mit Hunden umgeht.“ Das war ihr voller Ernst!

Für mich war das so ein Moment, der mir immer in Erinnerung bleiben wird, weil ich gespürt habe, ich werde ganz anders wahrgenommen, als ich denke. Seither bin ich auf der Hut vor meinen Gedanken 😉

Ich wünsche dir, dass du dich in schwierigen Situationen mit diesen zwei Gedanken unterstützen kannst, die alten Geister rasch wieder los wirst und von diesem riesigen, unendlichen schwarzen Loch bald nur noch ein Mauseloch übrig ist. Außerdem interessiert mich brennend deine Geschichte zu diesem Thema. Hast du auch schon solche Momente erlebt? Was sind deine „alten Geister“?

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Bis bald und immer dran denken: Geh mutig und klar deinen Weg!

Anna Meißner ist Strukturgeberin für Persönlichkeit und Entwicklung. Sie hilft dir, genau der richtige Mensch für deinen Hund zu sein.