Vier fantastische Dinge, die wir gewinnen, wenn wir mit Hunden leben.

Wenn du schon eine Weile mit deinem Hund zusammenlebst, dann weißt du vielleicht, dass dieses kleine Wundertier im Alltag oft gar nicht mehr als solches wahrgenommen wird. Irgendwie gehört es halt dazu und manchmal wird die Verpflichtung, die du mit deinem Fellknäuel angenommen hast, auch anstrengend.

Frag dich doch mal:

  • Nimmst du die Anwesenheit deines Hundes momentan mehr als Bereicherung oder als Belastung wahr?
  • Freust du dich auf die gemeinsamen Spaziergänge und das Training oder ist es für dich ein zusätzlicher Termin, der auch noch irgendwie abgearbeitet werden muss?

Ist ja auch verständlich, dass man nicht immer die Vorteile sieht. Denn in bestimmten Phasen eines Hundelebens kannst du als Hundeführer/in die guten Seiten schon mal vergessen. Dann kommt einfach viel zusammen. Wenn dein Hund sich in Aas wälzt, den Nachbarn ins Bein schnappt, das Dorf wegen einer Katze zusammenschreit, bei Freunden das Tischbein markiert, dich auf dem Hundeplatz vorführt, andere Hunde anpöbelt, dein Vesperbrot von der Küchenanrichte klaut, im Dunkeln die Straßenlaternen ankläfft, im Auto Terror macht, nicht alleine bleiben kann, im Wald abhaut, Radfahrer jagt, in deiner Abwesenheit die Wohnung umdekoriert, den Mülleimer leer frisst, … ich denke, du kennst das eine oder andere Problem/chen 🙂

Diese Liste ließe sich endlos fortführen. Es gibt vermutlich immer etwas, was dem/r einen oder anderen Hundeführer/in am Verhalten ihres Vierbeiners nicht gefällt, woran er/sie gerade arbeitet oder was er/sie mittlerweile hinnimmt, weil es nicht anders geht.

Doch bei alldem möchte ich dir mit meinem heutigen Artikel mal wieder die fantastischen Dinge vor Augen führen, die wir gewinnen, wenn wir mit einem Hund zusammenleben. Vielleicht spürst du ja auch beim Lesen wieder etwas von der Liebe und Begeisterung für dein Seelentier. Denn eines ist sicher, ein Leben ohne einen Hund fühlt sich definitiv leer an. Doch Warum? Was fehlt eigentlich ohne Hund?

Vier fantastische Dinge, die wir gewinnen, wenn wir mit einem Hund zusammenleben:

1. Hunde machen, dass wir uns mehr spüren können

… und das gilt im Positiven wie im Negativen. Wenn dein Hund dich nach deiner Abwesenheit freudig begrüßt, lässt er dein Herz höher schlagen. Genauso kann er dich zur Verzweiflung bringen, wenn er sich deinen Vorstellungen widersetzt. Im Alltag vergessen wir oft, wie wichtig es ist, uns zu spüren. Gefühle passen nämlich nicht zu einer effizienten Gesellschaft. Sie halten uns davon ab, unsere Aufgaben rational und schnell zu erledigen. Gefühle brauchen Zeit und Aufmerksamkeit. Hunde erinnern uns daran, wie wichtig es ist, uns selbst und damit auch das Leben zu spüren.

 2. Hunde erkennen uns, ..

… und sie verlangen Authentizität. Was für ein Wort! Ich bezweifle, dass ein Hund es kennt. Aber ich bin überzeugt, dass Hunde instinktiv wissen, ob du dich gerade verstellst – absichtlich oder nicht. Er erkennt dich und deine momentane Stimmungslage in kürzester Zeit. Auch wenn du es selbst noch nicht wahrgenommen hast, könnte dein Hund bereits sagen, ob du bedrückt bist, du traurig bist, du schlecht geschlafen hast oder auf der anderen Seite ausgeglichen, fröhlich und guter Dinge bist. Hunde bestehen auf eine authentische Beziehung. Das ist auch das, was oft unter ihrer Ehrlichkeit verstanden wird. Ein Hund macht dir nichts vor und schenkt dir ein klares Spiegelbild.

3. Hunde fordern unsere Kreativität, ..

… weil sie nicht wie eine Maschine funktionieren. Auch wenn es in manchem Ratgebern so erscheinen mag, Hunde funktionieren nicht auf Knopfdruck. Und wenn es auch bei erfahrenden Hundeführer/innen so leicht aussieht, ist es ein weiter Weg dorthin. Wir müssen uns auf unsere Hunde einstellen und eine Beziehung eingehen (wollen), wenn wir mit ihnen etwas erreichen wollen. Zu Beziehungen gehören auch die Auseinandersetzung und das Aushandeln von Bedürfnissen. Gar nicht so einfach ohne eine gemeinsame Sprache. Jedes Mensch-Hunde-Team lernt seine ganz individuelle Art der Verständigung. Klar gibt es dabei Dinge, die erprobt sind und es leichter machen. Doch es braucht auch eine große Portion deiner Kreativität, um dich für deinen Hund verständlich zu machen und schließlich eine für euch passende Art der Kommunikation zu finden – und ich meine hier nicht die Leckerli-Kommunikation 😉 Hunde machen uns ein Kommunikationsangebot. Was für eine spannende Aufgabe, findest du nicht?!

4. Hunde schenken uns Zärtlichkeit und Trost

Spürst du es auch sofort, wenn du nach Hause kommst, ob dein Hund da ist? Wenn er einmal nicht da ist, fühlt sich das Haus leer und kalt an. Seine Präsenz schafft eine heimelige, behagliche Atmosphäre, die fast mit den Händen greifbar scheint. Streichle deinen Hund und du spürst die Wärme seines Körpers, sein weiches Fell und wer mag 😉 manchmal auch die kalte Schnauze. Diese Zärtlichkeit beruhigt ungemein. Gemeinsames Rudelliegen schafft eine tiefe emotionale Verbindung. Und auch während ich jetzt am Computer sitze und schreibe, bin ich nicht allein. Hinter mir schnarcht es leise im Korb und ich freue mich über die freundliche Gesellschaft. Diese Gesellschaft ist es auch, die dir in schwierigen und traurigen Momenten gut tut und dich tröstet. Manche Hunde spüren es, wenn ihr/e Besitzer/in das Bedürfnis nach Nähe hat und schmiegen sich dann gerne an.

Hunde geben uns sehr viel, auch wenn es vielleicht im Alltag mal anstrengend wird und wir die Geschenke aus den Augen verlieren. Aber das ist eben auch das Leben. Das Leben ist nicht gleichförmig, sondern abwechslungs- und erlebnisreich. Dein Hund setzt im Alltag ein Zeichen dafür. Er erinnert dich an deine Bedürfnisse und Gefühle und lässt dich spüren, dass du lebendig bist.

Was würdest du diesen vier Dingen gerne noch hinzufügen? Was berührt dich im Zusammenleben mit deinem Seelenhund? Schreib mir doch, ich freue mich auf deine E-Mail, Kommentare und Posts.

Bis bald und immer dran denken: Geh mutig und klar deinen Weg!

 

Anna Meißner ist Strukturgeberin für Persönlichkeit und Entwicklung. Sie hilft dir, genau der richtige Mensch für deinen Hund zu sein.

4 Comments

  1. Anna – sehr schön Dein Text, irgendwie berührend. Ich, die ich seit 3 1/2 Monaten seltsam „enthundet“ bin, spüre wieder, wie wichtig mir mein Tier immer war und noch ist. Es ist immer noch da und fehlt gleichzeitig schmerzlich. Noch bin ich nicht bereit für einen neuen Hund, aber irgendwann in diesem Jahr………..Liebe Grüße, Brigitte

    • Liebe Brigitte,
      vielen Dank für Deinen Kommentar. Es ist sehr schmerzlich einen Freund zu verabschieden. Ich verstehe es gut, dass Dir Dein Hund fehlt. Lass Dir Zeit, Du wirst fühlen und wissen, wann der richtige Moment ist für einen neuen Hund. Schreib mir auf jeden Fall, wenn es soweit ist 🙂 Alles Gute für Dich!

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