… selbst bestimmen können.

selbst bestimmen könnenHeute ist Dienstag- Ups, normalerweise erscheinen meine Artikel am Montag.

Was ist passiert? Ist das der Anfang vom Ende?

Nein! Es ist sogar der Beginn einer neuen selbstbestimmten Ära 🙂 Denn ab heute weiß ich WIEDER, ich bestimme selbst darüber, wann ich die Artikel veröffentliche. Ja? Das war doch immer so??? Naja, wie das halt so ist, am Ende bestimmen dich sogar die Dinge, die du einmal selbst entschieden hast. Zu verwirrend? Ich versuche es nochmal:

Vor 15 Wochen habe ich entschieden, immer montags meine Artikel zu veröffentlichen. Und ich bin jemand, der sich seiner Sache echt verpflichtet fühlt. Letzte Woche lief aber alles anders. Am Donnerstagabend wusste ich nicht mehr, wo mir der Kopf steht. Ich hatte den Eindruck, dass ich nicht mehr selbst bestimme, sondern dass über mich bestimmt wird. Um mich wieder aufzurichten, hat mir eine gute Freundin den Vorschlag gemacht, ich könne doch zumindest den Artikel am Dienstag veröffentlichen, das würde ich ja selbst bestimmen. Ach ja? Nee, geht gar nicht. Und dennoch, da war was dran. Irgendwie ein gutes Gefühl, wenn man wieder ein bisschen Freiheit spürt. Prompt habe ich an eben diesem Donnerstag den Artikel noch abends geschrieben und mich entschieden, diese Episode zum Thema zu machen.

Deine Motivation kommt dann zurück, wenn du selbst bestimmen kannst!

Motivation hat nämlich damit zu tun, inwieweit wir eine Entscheidung aus freien Stücken treffen. Sicher sind wir nie vollkommen frei. Unsere Entscheidungen haben immer Konsequenzen. Doch wir haben oftmals mehr Spielraum, als wir es für möglich halten.

[pullquote]Hast du schon mal gedacht: „Ich muss das tun, weil man es so von mir verlangt. Ich habe ja keine Wahl?“[/pullquote]

Widerstände treten dann auf, wenn wir den Eindruck haben, es wird über uns entschieden. Und es ist auch so: Über uns wird solange entschieden wie wir es zulassen.

Ich sehe ziemlich brav aus, bin blond und eine kleine Person. Das löst bei manchen Menschen einen Beschützerinstinkt aus und schnell sind sie dabei, über mich zu bestimmen und wissen, was gut für mich ist. Mit Hund habe ich da schon irritierende Situationen erlebt. Ich erhielt oft ungefragt Tipps von wildfremden Menschen auf der Straße: „Sei nicht so streng“ „Lass ihn doch laufen“ „Der braucht [dies] oder [das]“ HALLO? – wer gibt diesen Menschen das Recht, mir zu sagen, was ich tun soll??? Sie sind weder mein Chef, meine Eltern oder stehen in sonst einer Beziehung zu mir. Und auch wenn mir jemand, der zu mir einen Bezug hat, etwas rät oder von mir etwas verlangt, kann ich entscheiden, ob ich mich danach richte.

Lass dir das Heft nicht aus der Hand nehmen. Du entscheidest über dich und übrigens auch über deinen Hund  😉

Sich nach jemanden oder etwas auszurichten, ist ja im Grunde nicht schlecht. Mir ist mein Montagsritual auch echt wichtig geworden und manchmal war auch unter den nervigen Tipps ein guter dabei 😛 Aber wenn sich Dinge verändern, es eng wird und wir uns wie fremdgesteuert fühlen, dann macht es Sinn, dir deine Freiheit bewusst zu machen. In Stresssituationen vergessen wir schnell, dass wir immer eine Wahl haben und über uns selbst bestimmen können.

Wie gelingt es dir in stressigen Momenten zu erkennen, was du selbst bestimmen kannst?

1. Was ist dein Minimal- und was ist dein Maximalziel?

In Momenten, in welchen dir alles über den Kopf wächst, hilft es, wenn du dir verdeutlichst, was dein Minimal- bzw. auch dein Maximalziel ist. Es gibt immer – wirklich immer – Spielräume, die du so besser erkennen kannst. Denn zwischen Minimum und Maximum verstecken sich viele Varianten der Lösung eines Problems. (Bei mir hieß das Maximalziel: den Artikel am Montag veröffentlichen; das Minimalziel: einmal die Woche einen Artikel veröffentlichen. Die Lösung lag irgendwo dazwischen.)

2. Mache dir die Konsequenzen bewusst

Jede Variante hat ihre Konsequenz. Nicht alle Konsequenzen sind gleich schwierig. Welche Konsequenz wärest du bereit zu tragen? Wenn du dich mit den Konsequenzen beschäftigst, dann kannst du dich leichter entscheiden.

3. Entscheide dich!

Wenn du dir deine Spielräume und die Konsequenzen bewusst gemacht hats, dann kannst du eine Entscheidung treffen. Das Gefühl, wieder selbst zu bestimmen, motiviert und setzt Energie für deine Aufgabe frei.

Die Vorweihnachtszeit bietet viele Gelegenheit diesen Dreischritt mal auszuprobieren. Wenn du magst, dann schreib mir, wie es dir damit ging. Ich freue mich über deinen Kommentar.

 Bis bald und immer dran denken: Geh mutig und klar deinen Weg!

 

 

Anna Meißner ist Strukturgeberin für Persönlichkeit & Entwicklung. Sie hilft Menschen, sich selbst auf die Spur zu kommen, um mutig und klar ihren Weg zu gehen.