Magic Power gegen die Angst

Inspiriert durch die Aussagen der bemerkenswerten Dr. Jane Goodall im Rahmen des Interviews zum Film #HUMAN hat Julia Wenderoth von miDoggy zu einer wundervollen Weihnachtsaktion aufgerufen.
Jane Godall spricht in diesem Video davon, was sie tun würde, hätte sie „magic power“. Sie erzählt, wie sie die Welt zu einer besseren Welt machen würde. Julias Idee war es nun, dass wir uns Gedanken machen, was wir mit „magic power“ anstellen würden. Diese Frage möchte ich in diesem Artikel gerne beantworten, denn das Video hat mich auch sehr berührt. Jane Godall ist mein großes Vorbild. Ihre Geschichte macht Mut, seinem Herzen zu folgen.

Jane Godall schaffte es, sich das Geld für die Reise nach Afrika zu sparen, obwohl sie in armen Verhältnissen aufwuchs. Sie ist als Frau nach Afrika gereist, obwohl das in ihrer Zeit unüblich war. Besonders bemerkenswert ist, dass sie wissenschaftlich gearbeitet, eine Doktorarbeit geschrieben und promoviert hat, obwohl sie nie studiert hat. Sie ist für mich ein lebendes Beispiel, dass es Wege gibt, die wir noch nicht sehen aber trotzdem gehen können.

Wenn ich „magic power“ hätte, dann würde ich eine Sache gerne ändern: Ich würde mehr Trost in die Welt bringen und Menschen zumindest ein wenig von ihren Ängsten nehmen. Ängste gibt es viel zu viele und sie halten uns davon ab, genau diese Wege, wie Jane sie gegangen ist, zu finden. Die Angst hält uns davon ab, unseren Weg zu gehen.

Da ist die Angst zu kurz zu kommen
Die Angst nicht gut genug zu sein
Die Angst be- und abgewertet zu werden
Die Angst Fehler zu machen
Die Angst verarscht zu werden
Die Angst zu verlieren
Die Angst zu scheitern
Die Angst Gefühle zu zeigen
Die Angst vor Konflikten
Die Angst sich verletzlich zu zeigen
Die Angst vor dem Chaos
Die Angst vor der Angst

Angst entsteht im Kopf. Sie bringt uns weg vom Gefühl. Aus Angst entsteht so viel Chaos in der Welt. Viele glauben daher, dass sie ihr Leben auf eine bestimmte Art leben müssten. Vielleicht weil sie sich noch nicht trauen, zu sagen, was sie denken, fühlen, wollen. Sie unterwerfen sich vermeintlichen Autoritäten und hören auf, selbst zu denken. Sind wir voller Angst, dann glauben wir, alles perfekt zu machen, sei die einzige Möglichkeit. Dabei ist es die schlechteste Möglichkeit. Wenn wir auf die Angst hören, dann verlieren wir den Kontakt zu unserem Herzen. Plötzlich werden die einfachsten Dinge unglaublich kompliziert.

Jane Godall sagt in ihrem Video auch, sie sei glücklich, wenn sie mit einem Hund spazieren geht. Hunde machen sie glücklich, weil man mit Hund man selbst sein kann und Hunde immer sie selbst sind. Als sie Kind war, haben Hunde sie gelehrt: Wir sind nicht die einzigen Persönlichkeiten mit Gefühlen und Bedürfnissen auf dieser Welt. Dem kann ich mich nur anschließen. Ich bin davon überzeugt, Hunde können uns helfen, unsere Ängste zu überwinden und persönlich zu wachsen.

 

Was würdest du tun, wenn du „magic power“ hättest?

Ich freue mich über deinen Kommentar 🙂

Und denk‘ immer dran: Geh‘ mutig und klar deinen Weg!

Deine Anna Meißner

 

Und was würden andere mit ihrer Magic Power machen:
Buddy und seine Zauberkräfte
Frau Alma erzählt von ihrer Magic Power
Wenn Goldnasen Magic Power hätten
DreipunkteCharlie Magic Power ohne Magic Power
Isarhund mit Feenzauber
The Pell-Mell Pack verändert durch kleine Schritte
Canistecture: Anna Lenz schreibt über Empathie und Verständnis

Anna Meißner ist Strukturgeberin für Persönlichkeit & Entwicklung. Sie hilft Menschen, sich selbst auf die Spur zu kommen, um mutig und klar ihren Weg zu gehen.

10 Comments

  1. Liebe Anna,
    wieder ein sehr berührender Artikel von Dir. Von Deiner Magic Power wünsche ich vielen Menschen eine große Portion. Und ich denke, wenn es uns trotz der jüngsten Ereignisse gelänge, offen zu bleiben, würden wir entdecken dass sie schon da ist.
    In uns allen schlummern Kräfte und Recourcen, die uns helfen Täler zu durchschreiten und am Ende gestärkt aus ihnen hervorzugehen. Wichtig ist doch auch, dass man sich für den Weg, den man gegangen ist, später nicht schämen muss. So wie Jane Goodall’s Lebensweg zeigt, bedeutet das oft Entbehrungen in Kauf zu nehmen, gegen harte Widerstände und Unverständnis zu kämpfen. Dazu müssen wir alle bereit sein.
    Lieben Gruß, Birgit

    • Liebe Birgit
      Herzlichen Dank für deine schönen Worte! Mir macht Hoffnung, dass die Menschen, die Angst haben auch ganz oft unglaublich mutig sein können und dann genau das schaffen, was du beschreibst: Mutig neue Wege gehen 🙂 Lass uns uns immer wieder gegenseitig daran erinnern …

  2. Liebe Anna,
    herzlichen Dank für deinen Beitrag. Die Angst ist ein sehr oft unbemerkter Begleiter…
    Soeben habe ich mir selbst ein Weihnachtsgeschenk gemacht und „Dein Hund – Deine Chance“ bestellt 🙂 . Ich freue mich schon sehr aufs lesen.
    Liebe Grüße
    Steffi

    • Hey Steffi
      Ich freu‘ mich mega, dass du mein Buch liest. Vielleicht hilft es auch gegen unbewusste Ängste, das wäre schön. Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen!

  3. Hallo Anna,
    danke für deinen schönen Artikel zum aktuellen Thema. Ich glaube oftmals ist es einem gar nicht bewusst, dass aus Angst anders gehandelt wird, als ich oder du tatsächlich handeln wollen. Das innere Gefühl zählt für mich daher immens. Bekomme ich Magenzwicken oder Kopfschmerzen habe ich mir angewöhnt sofort eine Pause zu machen und das Gefühl, auch wenn es nicht schön ist, noch bewusster und achtsamer wahrzunehmen. Für mich ist das bewusste Wahrnehmen von Angst und der Umgang mit ihr der einzige Weg von ihr wieder loszukommen. Je mehr ich die Angst von mir „wegtreten“ will oder versuche sie zu ignorieren, desto rabiater wird sie und das unangenehme Gefühl wird stärker. Ich hoffe dass immer mehr Menschen sich der Angst in ihrem Leben bewusst werden, damit sie dadurch befähigt sind auch etwas ändern zu können.
    Liebe Grüße und ich freue mich auf deine nächsten tiefgründigen Blogbeiträge. 🙂
    Eva

    • Liebe Eva,
      das ist so, dass wir uns der Angst oft nicht bewusst sind. Da ist ein Unwohlsein, ein gewisser Ärger oder auch die Nackenschmerzen, die einen zwicken. Aber Angst – nee, Angst haben wir nicht 😉 Tatsächlich ist das Annehmen der Angst als was sie wirklich ist, der einzige Weg, genau wie du es beschreibst. Herzlichen Dank für diese wichtige Ergänzung!

  4. Liebe Anna,
    als Mensch , der mit Hunden, also mit der inkarnierten Natur arbeitet, solltest Du wissen, dass Angst lebensrettend ist. Werden Wesen nur von Angst bestimmt, stagnieren sie, leben in permanentem Stress und verkümmern körperlich und seelisch. Sie können keine neuen Räume erschließen. Die Gegenspielerin der Angst ist die Neugier, der Drang, Neues zu erforschen. Beides ist erforderlich, um gesund und angemessen zu wachsen. Überwiegt die Angst oder die unbedarfte Neugier, kann es Probleme geben. Unsere Hunde zeigen uns diese Lebenseinstellungen und deren Konsequenzen.
    Smilla kann jetzt übrigens zu 90% frei laufen, sie hat viel Impulskontrolle gelernt und ich sichere sie nur, wenn sie erkennbar völlig „yarak“ ist. In Bezug auf andere Hunde bin ich mittlerweile sicher, dass sie angemessen reagiert, selbst deeskaliert, frei oder angeleint, bekannt oder fremd. Es ist nur schön mit ihr, “ like a Hand in a glove „. Danke für die Impulse in eurem Workshop. Ich wünsche eine friedvolle Weihnacht und ein gutes neues Jahr.
    Conny

    • Liebe Conny,
      herzlichen Dank für deinen Beitrag!
      Angst ist natürlich lebensrettend und wir brauchen die Angst genauso wie die Neugier. Es ist wichtig, dass wir erkennen, wenn die Angst überhand nimmt und wenn sie uns dadurch nicht das Leben rettet, sondern es uns schwer macht 🙂
      Ich freue mich sehr für dich, dass du mit Smilla wieder mehr Freiheit genießen kannst und dein Vertrauen in sie wächst.
      Herzlichen Dank für deine guten Wünsche und auch dir eine schöne Weihnachtszeit!

  5. Danke Anna, du hast mich wieder einmal auf ein interessantes Thema aufmerksam gemacht. Und deinen Ansatz, mit magic power den Menschen die Angst zu nehmen, finde ich wunderbar. Herzlichst Karin Immler

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