Liebste(r) Unternehmerin mit Hund

Birgit Jaklitsch vom Goodfellows Hundeblog hat mich für den „Liebster“ nominiert. Vielen lieben Dank! Der Liebster Award ist eine Aktion zum Kennenlernen neuer Blogs. Die Nominierten beantworten persönliche Fragen und geben den Award dann an ihre Lieblingsblogger weiter. Heute beantworte ich also Birgits Fragen und nominiere sechs Blogs von starken Unternehmerinnen mit Hund, die mich inspirieren.

Meine Antworten auf Birgits Fragen:

1. Man liest häufig von artgerechter Auslastung eines Hundes. Was verstehst Du darunter?

Hunderassen sind für verschiedene Jobs gezüchtet und jeder Hund hat zudem einen etwas anderen Charakter. Die „Art“ kann mir eine Idee geben, was mein Hund gerne macht, nämlich als Raubtier im Grunde jagen. Aber am Ende des Tages zählt für mich, dass sowohl Mensch als auch Hund zusammen Freude haben und da gibt es viele Möglichkeiten angefangen bei Dogdancing, über Yoga mit Hund bis hin zu Mantrailing und Fährtensuche oder auch einfach einen gemeinsamen Spaziergang unternehmen.

2. Wenn Du die Wahl hättet, was würdest Du am Verhältnis der Hundehalter/innen untereinander ändern?

In der Hundewelt herrscht ein regelrechter Glaubenskrieg. Bestimmte Themen führen in Foren und sozialen Netzwerken rasend schnell zu persönlichen Angriffen und Beschimpfungen. Ich würde mir wünschen, dass Hundehalter/innen lernen, Konflikte konstruktiv zu lösen.

3. Wenn Du am Morgen aufwachst und Deinen Hund siehst, was ist Dein erster Gedanke?

Das ist jetzt ein bisschen kitschig, aber ich will ganz ehrlich sein. Ich denke: Mein Herz, wie schön, dass du da bist!

4. Gibt es einen Gegenstand, der bei Dir auf keiner Gassirunde fehlen darf? Wenn ja, warum muss dieses „Dingens“ dabei sein?

Wir haben eine Bauchtasche mit vielen kleinen, runden, weichen, knusprigen und wohlschmeckenden Gegenständen dabei. Cosmo ist immer hungrig und hat einen Heidenspaß, sich sein Futter zu erarbeiten.

5. Was ist für Dich der größte „Aufreger“ in der Hundewelt?

Ich rege mich darüber auf, dass der Hund als Rezept verkauft wird. Hol‘ dir einen Hund und deine Seele wird gesund, das hat schon die gute Hildegard von Bingen gewusst. Aber das funktioniert leider nicht – zumindest nicht auf Rezept. Dahinter steckt, dass Beziehung/Liebe heilt. Wir brauchen nicht mehr Hunde auf Rezept, sondern dürfen im zwischenmenschlichen Umgang mehr wie unsere Hund sein.

6. Wie ist Dein Blog, Deine Blog-Idee entstanden?

2013 bin ich auf das Thema Bloggen gestoßen. Ich wusste, das wollte ich machen! Schreiben ist meine Leidenschaft, aber noch mehr liebe ich es, über das Schreiben in Austausch mit Menschen zu kommen. Angefangen hat alles mit einem wöchentlichen Facebook-Blog zum Thema Motivation.

7. Hast Du Vorurteile gegen bestimmte Hunde oder bestimmte Hunde-Halter-Typen? Wenn ja, verrate sie uns bitte.

Ja, klar! Gegen Labradore und Golden Retriever habe ich richtig fette Vorurteile. Ich habe einfach saudumme Geschichten mit eben diesen Typen erlebt. Wie gut, dass Birgits Finley dieser Rasse angehört, eine meiner treuesten Followerinnen den tollen Enyo hat und meine erste Buchrezension im Magazin des Schweizer Retriever Club veröffentlicht wurde. Ich glaube nicht an Zufälle und meine Vorurteile sind auch schon fast weg …

8. Begegnest Du im täglichen Leben Vorurteilen, weil Du einen Hund hast und wie gehst Du damit um?

Bei der Wohnungssuche zum Beispiel hat es mich sehr betroffen gemacht, wie Hundemenschen mit asozialen Menschen gleichgesetzt werden. Das ist echt hart. Dabei geht es häufig gar nicht um den Hund. Die Vermieter haben Interessen oder Bedürfnisse, die sie auf den Hund projizieren. Wenn es gelingt, diese zu hören und z. B. bei der Wohnungssuche zu vermitteln, dass man kein „Messi“ ist, dann unterhält man sich plötzlich nicht mehr über den Hund, sondern darüber wie man leben möchte und was einem beim Wohnen wichtig ist.

9. Gibt es ein bestimmtes Abenteuer, dass Du mit Deinem Hund auf jeden Fall einmal erleben möchtest?

Cosmo und ich sind mittendrin im Abenteuer. Aber es gab da diesen Traum, eine Alpenüberquerung zusammen zu machen und das haben wir dann 2013 in die Tat umgesetzt. Das Erlebnis verbindet uns sehr und ich denke immer wieder gerne daran zurück.

10. Tierschutzhund oder Hund vom Züchter, gibt es nur das Eine oder das Andere oder bist Du offen für Beides? Wie würde Deine Wahl ausfallen und warum?

Ein Gedanke, der Halter/innen von Chasohunden immer mal wieder durch den Kopf geht ist: „Hätte ich beim Hundekauf etwas anders machen und mir damit viel Ärger ersparen können? Meine Antwort ist definitiv: Nein! Es wird so getan, als ob man aus dem Hundekauf eine Wissenschaft machen kann, aber am Ende haben wir es nie 100%ig in der Hand. Das ist Leben! Man kann sich also sowohl beim Züchter als auch aus dem Tierschutz Chaoshunde anlachen. Ich bin offen, auf welchem Weg mir meine Chaoshunde begegnen werden. Aber ich bin mir sicher, mein Hundeherz wird es wissen, wenn es so weit ist.

 

And the nominees are …

Ich nominiere für den Liebster 2017 sechs Unternehmerinnen mit Hund, deren Arbeit ich sehr schätze. Endlich kann ich euch mal einen Loch in den Bauch fragen und hoffe, ihr antwortet auch.

Christina Emmer begleitet Coaches zu ihrer Exzellenz. Erst vor nicht allzu langer Zeit hat sie sich neben all ihrer toller Projekte, Familie und Pferd gleich zwei Junghunde angelacht.

Christina Wenz ist von ganzem Herzen Mediatorin und bietet auch Mediation bei Streit rund ums Tier an. Als erfahrene Hundehalterin hat sie dazu einen persönlichen Zugang.

Veronika Krytzner die Konkonknackerin unterstützt Frauen, die sich tief im Innern nicht gut genug fühlen. Mit ihrer Hündin Nelly aus dem Tierschutz ist sie tief verbunden.

Daniela Strube begleitet Familien durch die stürmischen Zeiten in Kindheit und Pubertät. An ihrer Seite ist Buddy der Beagle.

Katharina Boersch-Stefanic ist Business-Expertin, Autorin und Vortragsrednerin. Ein kleiner Hund gehört auch zu ihrer Familie.

Sylke Gall zählt seit über 25 Jahren im deutschsprachigen Raum zu den profiliertesten und bekanntesten Portraitfotografinnen und reist manchmal sogar mit ihren Hunden zu den Shootings.

Und das sind meine Fragen an euch:

1. Wie heißt dein Hund und wie bist du auf den Hund gekommen?

2. Wie organisierst du dich mit Hund im Unternehmerinnenalltag? Wie sieht dein Alltag mit Hund aus?

3. Bringt dein Hund mehr Struktur oder mehr Chaos in dein Leben?

4. Woran merkt man, dass du einen Hund hast?

5. Wenn dein Hund ein Teil deiner Persönlichkeit repräsentiert, für welchen steht er?

6. Was wäre in deinem Leben anders gelaufen ohne Hund?

7. Was können wir im Umgang mit Tieren für unser Leben lernen?

8. Gäbe es deinen Hund auf Rezept, bei was hilft er dir oder inwiefern hat er dir schon geholfen?

9. Warum hast du dich für die Selbstständigkeit entschieden?

10. Welche 3 Frage würdest du deinem Hund gerne einmal stellen?

Ich freue mich schon sehr auf eure Antworten!

 

Für die Teilnahme am Liebster Award 2017 gilt:

1. Danke der Person, die Dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke den Blog dieser Person in Deinem Beitrag.
2. Beantworte die zehn Fragen, welche Dir der Blogger, der Dich nominiert hat, stellt.
3. Nominiere weitere Blogger für den Liebster Award.
4. Stelle eine neue Liste mit zehn Fragen für Deine nominierten Blogger zusammen.
5. Schreibe diese Regeln in Deinen Artikel zum Liebster Award, damit die Nominierten wissen, was sie tun müssen.
6. Informiere Deine nominierten Blogger über die Nominierung und Deinen Artikel.

 

Anna Meißner ist Strukturgeberin für Persönlichkeit und Entwicklung. Sie hilft dir, genau der richtige Mensch für deinen Hund zu sein.

2 Comments

  1. Was für ein schöner Artikel! 🙂 Da lerne ich jedes Mal doch noch ein bisschen mehr über dich kennen. Und vor allem so viele tolle Blogs. Die werden allesamt direkt in meinem Feedly gespeichert und in Zukunft verfolgt. Danke für die Inspiration <3

  2. Liebe Anna,

    danke für die ehrliche und erfrischende Art, mit der Du meine Fragen beantwortet hast. Durch Deine Nominierungen habe ich wieder ein paar sehr interessante Blogs kennengelernt.

    Deine Vorurteile – ich musste schon ein wenig schmunzeln – die traut sich was, habe ich gedacht 😀 . Bravo Anna, immer raus damit! Ich freue mich, dass mein kleiner Chaot Finley und ich dazu beitragen konnten, dass Deine Vorbehalte schon ein wenig bröckeln …. 😉 .

    Finley und ich sind wohl ein treffendes Beispiel dafür, dass man auch von einem guten Züchter einen Chaoshund bekommen kann. Deshalb kann ich Dir Inhaltlich voll und ganz folgen. Es gibt keine 100 prozentige Sicherheit auf einen unkomplizierten Hund (Will ich das eigentlich überhaupt noch?). Wenn die Zeit für einen neuen Hund kommt, dann werden wir es wissen und er wird wieder etwas Neues, Aufregendes und Inspirierendes in unser Leben bringen.
    Deine Leidenschaft fürs Schreiben, ist in jedem Deiner Posts zu spüren – in Deinem Buch sowieso. Das wäre mein Wunsch an Dich: Schreib weiter, ruhig noch ein Buch, öffne weiter Türen in den Seelen anderer Menschen und zeige Ihnen einen Weg zum besseren Miteinander.

    Liebe Grüße aus Hamburg, Birgit und Finley

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