… dir selbst auf die Spur kommen.

dir selbst auf die Spur kommenSchon mal einen Hund beobachtet, wenn er einer Spur nach geht? Meiner ist dann nicht mehr zu halten und entwickelt eine unglaubliche Motivation und Kraft. Er folgt seinen Instinkten und stellt die Handlung keinen Moment in Frage. Wie wäre es, wenn du dir selber auf die Spur kommen könntest und ebenfalls eine solche Energie für deine Ziele entwickeln könntest?

Sich selber auf die Spur kommen? Gar nicht so leicht, wenn von außen ständig Impulse kommen. Das ist richtig und das ist falsch! Das gehört sich und das nicht!

Ganz schön viele Erwartungen, die die Gesellschaft – wer auch immer das sein mag 😉 – die KollegInnen, die ChefIn, Familie, FreundInnen oder PartnerInnen an einen stellen. Doch tun sie das wirklich? Manchmal nehmen wir auch an, dass wir etwas tun müssten, weil es von uns erwartet wird und es ist gar nicht so.

Stell dir einmal die Frage: Weißt du tatsächlich, was von dir erwartet wird? Wer hat das jemals gesagt?

Das Nächste ist ja: Auch wenn du von einer bestehenden und tatsächlichen Erwartung weißt, musst du sie auch zwangsläufig erfüllen? Natürlich hat unser Verhalten Konsequenzen. Wenn ich die Erwartung erfülle, dann schwimme ich mit dem Strom. Entscheide ich mich dagegen, wird es unter Umständen schwierig, weil andere diese Möglichkeit nicht kennen, reagieren sie irritiert oder sogar verärgert. Doch das mit dem Strom schwimmen kann auch anstrengend werden. Nämlich dann, wenn du dir selber in dem Moment nicht treu bist und dich anpasst. Das kostet vielleicht sogar mehr Energie.

Um ausreichend Engergie und Kraft für die Umsetzung deiner Ziele zu haben, ist es daher wichtig, dir auf die Spur zu kommen.

Das geht z.B. in Bezug auf deine Arbeit, indem du regelmäßig überprüfst:

  • Habe ich alles, um gut arbeiten zu können?
  • Bin ich zufrieden mit mir?
  • Tue ich Dinge, die ich eigentlich gar nicht machen will?
  • Was tue ich gerne und wo will ich hin?

Diese Überprüfung geht nicht nur mit dem Kopf. Wenn wir anfangen zu überlegen, dann sind oftmals die Argumente von anderen viel lauter und unsere eigenen Vorstellungen nur ganz leise Stimmen im Hintergrund.

Um dir klar zu werden, braucht es beides:

deinen Verstand und dein Gefühl!

 

Widerstände zu bennen, ist gar nicht so leicht. Man merkt manchmal nur, dass es sich komisch oder ungut anfühlt. Komische oder ungute Gefühle können z.B. Ärger, Wut, Irritation, Genervtsein, Unsicherheit, Druck oder Stress sein. Körperlich kann sich das als ein Zwicken oder Druckgefühl im Bauch, Kopfschmerzen oder „Kiefersperre“ 😉 äußern.

Kennst du ein Symptom, das dich immer wieder auf einen Widerstand aufmerksam machen will?

Nimm diese Signale ernst. Denn das ist so etwas wie dein Instinktverhalten. Leider haben wir Menschen manchmal diesen ursprünglichen Zugang verloren. Wir können aber lernen, ihm wieder auf die Spur zu kommen, indem wir uns selbst ernst nehmen und uns die Erlaubnis geben, dass das, was wir als Widerstand wahrnehmen auch sein darf. Es ist okay, wenn du spürst, dass etwas nicht geht, dass du etwas nicht (tun) willst oder tun kannst.

Vertraue deinem Gefühl. Es bringt dich auf deine Spur!

Interessant ist: Je klarer du dir über das wirst, was du selber brauchst und dann auch entsprechend auftrittst, umso besser können andere damit umgehen.

Aus dieser klaren, inneren Haltung entwickelt sich nach und nach ein ähnlicher Sog wie bei der Spur im Wald, die ich anfangs beschrieben habe. Die Spur aktiviert bei deinem Hund das Instinktverhalten und damit den Zugang zu einer tiefen Kraft. Dieser Kraft etwas entgegen zu setzen ist relativ schwer. Das merkt man spätestens dann, wenn man Anti-Jagd-Training mit einem Podenco macht 😉 .

Ich wünsche dir, dass du dir auf die Spur kommst und dann diese Kraft frei setzen kannst, um ihr zu folgen!

Anna Meißner ist Strukturgeberin für Persönlichkeit & Entwicklung. Sie hilft Menschen, sich selbst auf die Spur zu kommen, um mutig und klar ihren Weg zu gehen.