Denkst du oft, dass sich so wenig verändert? Wärst du gerne schon weiter? Bist du vor allem damit beschäftigt, vorwärts zu kommen, um deinen Platz im Leben zu finden? In diesem Artikel stelle ich dir die Kreativ-Übung „Zeitreise“ vor, mit der du deine persönliche Entwicklung sehen und würdigen kannst.

Vor ein paar Wochen durfte ich für das Jahresheft des Tierschutzverein Freiburg / Tierheim Lehen einen Bericht schreiben. Es sollte um meinen Hund Cosmo und mich gehen. Zufälligerweise – wobei ich schon nicht mehr an Zufälle glaube – habe ich Cosmo im Februar 2008 aus eben diesem Tierheim adoptiert. Seither sind genau zehn Jahre vergangen. Für den Artikel habe ich auch eine Bildauswahl zusammengestellt. Dabei saß ich immer wieder staunend da und konnte es nicht fassen. Auf den Bildern sehe ich meine persönliche Entwicklung. Im Zusammenhang mit dem Text, der dazu entstand, konnte ich diese auch einmal würdigen. Die Bilder erzählen meine Geschichte: Mit Chaoshund zum Coach – über die ungewöhnliche Karriere mit einem Tierschutzhund. In mir entstand ein Gefühl der Ruhe und Dankbarkeit.

An den Hunden merkt man erst, wie die Zeit vergeht

Uns Menschen fällt es oft schwer, uns mit uns selbst zu beschäftigen. Stehen wir doch oft unter einem unbestimmten Druck. Wir denken, wir wären noch nicht da, wo wir sein „sollten“ oder nicht der Mensch, der wir sein „sollten“. Aber wir erinnern uns gerne an alte Zeiten mit unseren Hunden. Heißt es nicht schön: An den Hunden merkt man erst, wie die Zeit vergeht. Wenn du noch keine grauen Haare bekommst, dein Hund hat vielleicht schon welche. Der Hund ist uns nahe. Die Erinnerungen mit deinem Hund bringen dich auf leichte Weise wieder in dein Gefühl und näher zu dir selbst.

Eine Zeitreise mit deinem Hund

Die Übung „Zeitreise“ ist besonders wertvoll in Momenten, in denen du denkst, dass sich nichts verändert. Sie hilft dir, deinen Weg zu erkennen und zu dir selbst zurückzufinden.

1. Wie viel Zeit du dieser Übung widmest, das bleibt dir überlassen. Es reichen schon wenige Minuten. Du musst daraus kein großes Projekt machen. Wichtig wäre, dass du bei der Übung für dich sein kannst.

2. Ich lade dich ein, in alten Fotos zu graben. Such dir ein Foto von dir und deinem Hund aus eurem ersten Jahr und eines von letzter Woche. Wenn du Lust hast, dann kannst du einmal schauen, ob du noch aus anderen Jahren Bilder findest. Vielleicht hast du am Ende sogar von jedem Jahr ein schönes Bild.

3. Lege die Fotos in der zeitlichen Reihenfolge vor dir auf den Tisch. Allein das reicht oft bereits. Wenn du noch ein bisschen mit deinen Erinnerungen beschäftigen möchtest, dann kannst du auch einen kleinen Text schreiben und eurer Geschichte am Ende eine Überschrift geben. Es reichen auch schon einzelne Worte oder Farben. Man muss nicht für alles Worte finden, Hauptsache ist, dass du es spüren kannst.

Wenn dir jetzt spontan Ideen kommen, wie du die Übung für dich umsetzen magst, dann lass deiner Kreativität freien Lauf. Diese Aufgabe ist ein Angebot. Mach sie auf deine Art!