Die Grundlagen des Enneagramms für die Arbeit mit Mensch und Tier in 5 min erklärt

Nicht nur mit meinem Hund, auch in meinen Reitstunden lerne ich jedes Mal viel über mich selbst. Das Enneagramm ist mir dabei eine wichtige Unterstützung. Zuletzt saß ich mit meiner Reitlehrerin auf der Weide und während wir den Pferden beim Grasen zugesehen haben, kamen wir wieder einmal darauf zu sprechen. Zu gerne hätte ich ihr das, was mich an diesem Instrument für Persönlichkeitsentwicklung so fasziniert und was ich in der Arbeit mit Mensch und Tier daran so schätze, genauer erklärt. Leider wurden wir schon nach wenigen Minuten unterbrochen. Auf dem Heimweg entstand die Idee, die Grundlagen des Enneagramms in einen Blogartikel zu packen, so dass jemand, der davon noch nie gehört hat, nachvollziehen kann, um was es mir dabei geht und wie ich im Coaching damit arbeite. Der Artikel hat also das erklärte Ziel, dir die Grundlagen des Enneagramms für die Arbeit mit Mensch und Tier in nur fünf Minuten näher zu bringen.

Das Enneagramm ist eine Typenlehre

Das Enneagramm ist eine uralte Lehre über Persönlichkeitsentwicklung, deren Ursprung man nicht genau ermitteln kann, da sie wahrscheinlich sehr lange nur mündlich weitergegeben wurde. Relativ sicher kann man sagen, dass sie ab dem späten Mittelalter von einigen Strömungen im Sufismus (einer mystischen Richtung des Islams) weiterentwickelt, später auch für die christliche Seelsorge herangezogen wurde und heute u.a. von der humanistischen Psychologie verwendet wird. Das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet ennea= neun und Gramma=Punkt. Den neun Punkten im Enneagramm sind neun Persönlichkeitstypen zugeordnet. Das Enneagramm ist also eine Typenlehre.

Das Ennegramm ist (nur) ein Modell für Persönlichkeitsentwicklung

Vor 10 Jahren bin ich das erste Mal in meiner Mediationsausbildung mit dem Enneagramm in Berührung gekommen und lehnte das Prinzip der Typenlehre ab, weil ich es als enges Schubladendenken empfand. Tatsächlich besteht bei allen Typenlehren die Gefahr, dass wir die Typen als Schubladen verwenden, in die wir uns und unsere Mitmenschen einsortieren. Neun Typen können aber niemals die Vielfalt von Persönlichkeit abbilden. Es handelt sich (nur) um ein Modell für Persönlichkeitsentwicklung.

Das Enneagramm ist nicht wissenschaftlich bewiesen

Die Typenlehre des Enneagramms beansprucht nicht, wissenschaftlich zu sein. Auch wenn es immer mehr Persönlichkeitstests zum Enneagramm gibt, die dir das vermitteln wollen. Ein Testergebnis kann ein möglicher Zugang zur Arbeit mit dem Enneagramm sein. Diesen Zugang kannst du dir aber auch auf andere Weise erschließen, z. B. in dem du im Internet oder in Büchern über das Enneagramm liest, dir deine Gedanken dazu machst, sie aufschreibst und mit anderen darüber sprichst. Einen ganz neuen Zugang habe ich dir am Ende des Artikels bereitgestellt. Im PDF „Enneagramm mit Hund“ geht es darum, welche Hunderassen die 9 Persönlichkeitstypen am besten beschreiben.

Das Enneagramm hilft dir, deine Stolpersteine zu erkennen

Je mehr ich mich mit dem Enneagramm auseinandersetze, umso mehr habe ich verstanden, dass dieses Modell auf den ersten Blick zwar einfach erscheint, aber darin eine große Tiefe steckt, die sich einem erst erschließt, wenn man damit arbeitet. Die Lehre des Enneagramms geht davon aus, dass es innere Stolpersteine gibt, die persönliches Wachstum verhindern. Jeder der neun Typen hat seine ganz eigenen Stolpersteine. Stolpersteine können bestimmte Glaubenssätze, Erwartungshaltungen und unser Selbstbild sein. Das Enneagramm hilft dir, deine Stolpersteine zu erkennen.

Das Enneagramm zeigt dir Entwicklungswege auf

Wie du sicher schon weißt, ist Selbsterkenntnis der erste Weg zur Besserung, aber sie verhindert leider nicht, dass wir immer wieder von unserem Weg abkommen können und uns auf Irrwegen verlaufen. Diese Irrwege führen dich in Sackgassen oder auch gerne im Kreis. Wenn du deinen Persönlichkeitstypen gefunden hast, dann funktioniert das Enneagramm wie eine Landkarte, mit der du die Orientierung in dir und deinen Weg wieder finden kannst. Mir gefällt daran besonders, dass dir das Enneagramm keinen Weg vorgibt, sondern dass du deinen eigenen Weg damit finden kannst.

Das Enneagramm in der Arbeit mit Mensch und Tier

Unsere inneren Stolpersteine und Irrwege sind uns oft überhaupt nicht bewusst. Wir ärgern uns über unsere Mitmenschen, unser Pferd oder unseren Hund, sind traurig, enttäuscht oder wütend, weil wir uns unglaublich anstrengen, unsere Probleme zu lösen, aber uns dabei immer nur im Kreis drehen. Dann kann dir die Beschäftigung mit den neun Persönlichkeitstypen, ihren Stolpersteinen und Irrwegen helfen, dich selbst, andere Menschen und dein Tier besser zu verstehen und (d)einen Entwicklungsweg zu finden.

Die Arbeit mit dem Enneagramm bedeutet in erster Linie die Auseinandersetzung mit dir selbst. Indem du lernst, dich selbst besser zu verstehen und deine inneren Konflikte zu lösen, verbessert sich auch deine Menschenkenntnis. Heutzutage arbeiten nicht nur Seelsorger/innen, Therapeut/innen oder Coaches mit dem Enneagramm, auch Manager/innen und Führungskräfte haben es für sich entdeckt. Im Grunde leistet es überall dort hilfreiche Dienste, wo besonders viel Menschenkenntnis gefordert wird.

 

Möchtest du deine Menschenkenntnis verbessern und das Enneagramm als hilfreiche Unterstützung in der Arbeit mit Mensch und Tier erleben? Mit meinen Angeboten helfe ich dir, dir selbst auf die Spur zu kommen, um mutig und klar deinen Weg zu gehen.

 

Hat dich der Artikel neugierig gemacht? Dann kannst kannst du jetzt direkt einen ganz neuen Zugang ausprobieren. Klick‘ links auf das Bild und du erhältst das kostenlose PDF „Enneagramm mit Hund“.

Mein Ziel war es, dir mit diesem Artikel die Grundlagen des Enneagramms für die Arbeit mit Mensch und Tier in nur fünf Minuten näher zu bringen. Konntest du alles verstehen? Welche Frage ist für dich noch offen geblieben? Was möchtest du noch über das Enneagramm wissen? Ich freue mich über deinen Kommentar!

Anna Meißner ist Strukturgeberin für Persönlichkeit & Entwicklung. Sie hilft Menschen, sich selbst auf die Spur zu kommen, um mutig und klar ihren Weg zu gehen.

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