Dein Hund – Deine Grenze

Dein Hund hat es längst erkannt: Du fühlst dich unwohl, bist angespannt, vielleicht sogar ärgerlich und wütend,

.. weil dir ein anderer deinen Raum nicht zugesteht.

.. weil ein anderer dir vorgibt, wie du etwas machen sollst.

.. weil ein anderer über deine Grenzen latscht und es nicht einmal merkt.

Doch anstatt laut zu schreien: „Mach Platz! Lass mich durch! Geh mir aus dem Weg!“ ist da nur Leere; kein Schrei, kein Wort, kein deutliches Signal. Von dir kommt nichts, obwohl du ganz genau spürst, dass du handeln müsstest, weil dir etwas gerade gar nicht gut tut.

Man merkt es kaum, doch in dir tobt ein Sturm. Dein ganzer Ärger ist auf die Person gerichtet, die es dir mit Hund gerade so schwer macht. Nur wenn man ganz genau hinschaut, sieht man die kleinen, giftigen Blitze, die aus deinen Augen schießen. Wenn Blicke töten könnten, dann..

Dein Hund – Deine Grenze

Nein, Blicke können nicht töten und das brauchen sie auch nicht. Denn du hast einen dieser besonderen Hunde, die dir in solchen Momenten einen guten Grund liefern, wie du dich aus der Affäre ziehen kannst. Ein braves Tier, dass deine Gedanken kennt und dir eben diese Menschen vom Leib zu hält 😉

Aber, was denken jetzt die anderen von dir und vor allem von deinem Hund? Kann der sich nicht mal zusammenreißen? Hast du deinen Hund nicht im Griff?

Dein Hund fordert von dir: Steh für dich ein!

Auf der einen Seite zeigt dir dein Hund deine Grenzen auf und fordert von dir, für dich einzustehen. Auf der anderen Seite forderst du von ihm (und auch von dir), sich zusammen zu reißen, sich zu benehmen und anzupassen. Wie kommst du nur aus dieser Zwickmühle heraus?

Wir können die andere Person nicht ändern, das ist nichts Neues und das weißt du im Grunde ja auch. Uns fehlt es ebenfalls nicht an Toleranz. Soll er oder sie doch seine Meinung haben, sein Leben leben und seinen eigenen Weg gehen. Wirklich: Wir können gönnen.

Wenn es nicht um die andere Person geht, um was geht es dann?

Es geht um uns selbst und darum, dass wir uns erlauben, mutig für uns einzustehen und das zu tun, was uns gut tut. Dafür braucht es gar nicht viel. Du musst nicht aus dir raus kommen, deinen Mann stehen, laut werden und dir mit Gewalt den Weg frei räumen. Manchmal reicht es schon, feinfühlig zu sein und deine Grenze wahrzunehmen, sich für dich zu interessieren und dich zu fragen: Wie wäre es denn gut? Was könntest du für dich tun?

Es geht um DICH:

Mach DIR Platz! Lass DICH durch! Geh DIR selbst aus dem Weg!

Wenn du Menschen dazu bringen möchtest, dass sie dir deinen Raum zugestehen, dich machen lassen und deine Grenzen achten, dann: Fang bei dir an!

Mehr zu diesem spannenden Thema erfährst du am 11.06.2016 beim Tagesworkshop „Mach es auf deine Art! Feinfühlig & klar Grenzen setzen“. Hier geht es darum,

  • mit Freude Beziehungen einen Rahmen zu geben, der dir gut tut.
  • deine Grenzen in persönliche Leitlinien zu verwandeln, die es dir leicht machen, mehr und mehr für dich einzustehen.
  • dich auszuprobieren und zu üben, wie du das, was dir wichtig ist, auf deine Art deutlich machst.

Bist du dabei?

Wann zeigt dir dein Hund eine Grenze auf?

In welchen Situationen wünschst du dir, mehr für dich & deinen Hund einstehen zu können?

Anna Meißner ist Strukturgeberin für Persönlichkeit & Entwicklung. Sie hilft Menschen, sich selbst auf die Spur zu kommen, um mutig und klar ihren Weg zu gehen.

One Comment

  1. Puh, so spontan wie jetzt gerade beim Lesen des Textes, sind mir selten so klare Bilder erschienen.

    Mein tatsächlich meistens sehr ausgeglichener Vierbeiner hat mehrfach ein Konzert begonnen, wenn wir einer bestimmten Person incl. Hund über den Weg liefen.
    Mehrfach wechselte die Dame mit Hund die Straßenseite, um zu uns herüber zu gelangen, wie eine offene Provokation und jedesmal habe ich das Weib verflucht (nicht ihren Hund)

    Bei den letzten beiden Begegnungen habe ich meinen Spike vor der Begegnung gebeten die Klappe zu halten, hat funktioniert, dafür hat das Ende der anderen Leine klaren Ansagen gemacht.

    Erleichtert diese Situation nun FÜR uns entschieden zu haben, kann ich jetzt davon ausgehen, die Dame wird auf ihrer Seite bleiben. 😉

    LG Elke und vielen Dank für die Bewusstmachung dieser Dynamik

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