Bist du ein guter Rudelführer?

Mit der Karriere als „Rudelführerin“ ist es wie mit dem sprichwörtlichen Sprung ins kalte Wasser. Du bewirbst dich – ohne es zu ahnen – für eine Führungsposition und wenn du die Stelle hast, musst du dich mit einer neuen und unvertrauten Aufgabe auseinandersetzen. Ich gebe zu, meine ersten Gehversuche in dieser Rolle waren nicht gerade von Erfolg gekrönt. Aber es gibt bekanntlich kein Zurück. Du hast die Stelle für deinen Vierbeiner nun mal auf Lebenszeit angenommen.

„Heute bist du der Chef“

So bemühte ich mich, indem ich mir jeden Morgen bereits beim Aufwachen gebetsmühlenartig einredete: „Heute bist du die Chefin!“ Ja, lach nicht 😉 Diesen Tipp habe ich von einem Hundetrainer quasi einem „Führungskräftecoach“ bekommen und da Gedanken bekanntlich die Welt verändern, habe ich verbissen den Selbstversuch gestartet.

Ob es was gebracht hat? Ich meine nicht. Nur dass es ziemlich anstrengend für meinen Hund war – und für mich erst 😉

Es hat nicht funktioniert,

– weil die Führungsrolle, die ich mir vorstellte, nicht zu mir passte.

– weil ich keine Ahnung hatte wie es sich anfühlt, Chefin zu sein.

– weil ich nicht wusste, wie ich mich als Rudelführerin verhalten soll.

Ich habe eine Rolle gespielt, ohne sie zu fühlen, die Persönlichkeit wirklich zu kennen und zu wissen, wie sie handeln würde. Es war ein Versuch, stereotypes Führungsverhalten zu kopieren, dass sich durch dominantes Auftreten, Distanz und Überheblichkeit auszeichnet. Für diese Rolle war und bin ich die absolute Fehlbesetzung.

Möchtest du dir auch am liebsten von den charismatischen Rudelführer/innen unserer Zeit eine Scheibe abschneiden?

Du wirst sicher kein/e gute/r Rudelführer/in, wenn du dir das nur immerfort einredest und versuchst, jemand anderer zu sein. Gedanken verändern die Welt nur, wenn du sie auch fühlen kannst. Dazu braucht es die Beschäftigung mit dir selbst.

 

Wenn du dir vorstellen kannst, dass DU deinen Hund führst und weißt, wie sich das anfühlt, dann kann es auch Wirklichkeit werden.

 

Du kannst erfolgreich führen lernen und eine für dich passende Führungsrolle erschaffen:

  • die zu deiner Persönlichkeit passt,
  • in die du dich einfühlen kannst,
  • und deren Verhalten du trainieren kannst.

Denn soll ich dir ein Geheimnis verraten? Diese Rolle gibt es bereits: DU bist diese Rolle. Du hast bereits alle Führungseigenschaften in dir. Wenn du dir und deinen Führungseigenschaften auf die Spur zu kommen willst, dann sind diese fünf Aufgaben für dich:

A. Vervollständige folgende Sätze:

Führen können heißt für mich …

1.

2.

3.

 

Führen können ist mit wichtig, weil …

1.

2.

3.

 

B. Wann ist es dir schon einmal gelungen ein/e gute/r (Rudel-) Führer/in zu sein? (Beschreibe kurz die Situation; es muss nicht zwingend eine mit Hund sein)

 

C. Gib der Situation eine Überschrift.

 

D. Wie hast du das gemacht?

 

E. Mit welcher inneren Haltung hast du das gemacht?

 

F. Finde mindestens noch 4 weitere Situationen, in denen du als „Führungskraft“ einen guten Job gemacht hast.

1. …

2. …

3. …

4. …

 

So nun weißt du also, was für dich führen heißt und warum du führen können möchtest. Du weißt, in welchen Situationen du bereits Führungseigenschaften erfolgreich bewiesen hast. Wenn du auch gedanklich diese Momente nachvollziehst, dann weißt du, wie du darin handelst und spürst deine innere Haltung, die dir das möglich macht.

„Rudelführer zu sein, macht unglaublich Spaß!“

Mittlerweile kann ich ehrlich sagen: Rudelführerin zu sein, macht unglaublich Spaß! Ich liebe diesen Job, weil die Auseinandersetzung mit den Themen, die mein Hund von mir fordert, mich persönlich immer wieder ein Stückchen weiter bringt.

Kannst du die Rudelführerin/den Rudelführer in dir schon ein bisschen spüren? Hast du ein Bild von ihr/ihm bekommen? Wenn du Lust hast, mit mir zu diesem Thema zu arbeiten, dann melde dich für die kostenlose Wegbegegnung an.

 

Viel Spaß bei der Beschäftigung mit deiner Führungsrolle. Und immer dran denken: Geh mutig und klar deinen Weg!

Anna Meißner

Anna Meißner ist Strukturgeberin für Persönlichkeit & Entwicklung. Sie hilft Menschen, sich selbst auf die Spur zu kommen, um mutig und klar ihren Weg zu gehen.

2 Comments

  1. Ach, wenn das alles nur so einfach wäre…Shiva (Kangal-Hovawart-Münsterländer-Mix, 6 Jahre Tierheimaufenthalt) ist souverän und weiß genau was sie möchte und was nicht. Mit einer Prise Alterssturheit (sie ist im 12. Lebensjahr) scheint sie bald den Höhepunkt in ihrer Führerrolle erreicht zu haben. Es ist nicht leicht mit ihr, aber ich soll ja etwas lernen…..über mich…..Vielleicht soll ich mich besser abgrenzen, vielleicht sollte ich endlich konsequenter handeln? Nun, ich werde es schaffen, trotz immer stressreicherer Arbeit im sozialen Bereich, den Umgang mit den älter werdenden Eltern, der an Depressionen erkrankten Kollegin……es ist mein Lebensweg und ich werde an meinen Aufgaben wachsen….ganz bestimmt! Wenn ich nur besser schlafen könnte, nicht zum Perfektionismus neigen würde, alles lockerer sehen könnte……Es kostet verdammt viel Kraft. Liebe Grüße und meine Hochachtung für Deine wirklich gelungene inspirierende Webseite. Gratulation. Martina

    • Liebe Martina,
      ganz lieben Dank für dein Feedback! Dazu fiel mir gerade was ein und du kannst ja mal schauen, ob das für dich passt: Du musst gar nichts 😉 Ich wünsche dir viel Kraft für deine kleinen und großen Aufgaben. Pass gut auf dich auf!

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