Bist du dein Hund?

Mara* kennt keine „schwierigen Situationen“ mit ihrer Fellnase Luca. Er ist ihr bester Freund und sie liebt diesen einmaligen Charakterhund heiß und innig. Doch Mara bleibt bei Prüfungen mit Luca oftmals hinter ihren Möglichkeiten zurück. Heute schreibe ich darüber, was Mara blockiert, mutig vorwärts zu gehen und mit Luca ihr volles Potential auszuschöpfen.

Mara sagt, da sei etwas in ihr, eine leise Angst und tiefe Traurigkeit. Ihre wundervolle Verbindung zu ihrem Hund sei für sie Fluch und Segen zugleich. Sie bereichere ihr Leben um ein reales Abenteuer und gleichzeitig sei da dieser schmerzliche Gedanke: „Das Abenteuer wird irgendwann enden, wenn Luca nicht mehr da ist.“

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, dass dein Hund für einen Persönlichkeitsanteil von dir stehen könnte, den du gerne (mehr) leben würdest. Einen Aspekt deiner Person, der dir bisher verborgen ist, nach dem du dich aber heimlich sehnst?

Mit deinem Seelenhund bist du plötzlich frei und lebst deine Sehnsucht. Du bist über ihn im Kontakt mit der ursprünglichen Kraft der Natur und auch in deiner eigenen Kraft. In eurer Verbindung steckt genau diese Echtheit. Dein Hund fordert von dir ein, ganz du selbst zu sein. Es ist ein so berauschendes Gefühl, wenn deine ganze Energie frei wird und du dich selbst spüren kannst.

Bist du dein Hund?

Weil uns dieses kraftvolle Gefühl der Lebendigkeit so viel bedeutet, ist es im Alltag oft schwer, sich aus der Verbindung mit unserem Hund zu lösen. Immer wieder blockiert Mara eine unerklärliche Angst. Mara meint, wenn sie vorwärts in Zukunft gehen würde, z. B. bei Prüfungen mit Luca gewinnen und weiter kommen würde, dann „fühlt es sich an, als müsste ich oder ein Teil von mir sterben.“ Das fühlt sich für Mara nicht nur so an, in ihrer Vorstellung ist es wirklich so. Luca steht für einen wichtigen Charakterzug, den sie mit ihrem Hund endlich (aus)leben kann. Ihn zu verlieren, wäre für sie so, wie sich selbst (wieder) zu verlieren. Am liebsten möchte sie die Zeit einfrieren, damit dieser Punkt nie kommt. Da sie die Zeit nicht einfrieren kann, friert sie vor Prüfungen vor Angst praktisch selber ein.

Unsere Hunde bringen elementare Aspekte unserer Person ans Licht, sie fordern von uns, diese zu leben und persönlich zu wachsen. Die Angst um den Hund hat etwas damit zu tun, dass wir denken unsere Wildheit und Lebendigkeit sei an unseren Seelenhund gebunden und wir befürchten, wenn er ginge, dann ginge mit ihm die Erlaubnis persönlich zu wachsen, uns selbst und dieses wirkliche Abenteuer zu leben.

Es wird für Mara, für dich und auch für mich ein unfassbar trauriger und schmerzlicher Abschied von unseren Seelenhunden werden. Sogar während ich hier schreibe, kommen mir schon die Tränen. Doch auch wenn unsere Hunde gehen, werden wir unser wildes Selbst und unsere innere Freiheit nicht verlieren. Denn:

 

Du bist auch ohne Hund, was du mit ihm bist!

 

Die Verbindung zu deinem Hund ist immer in dir, in deinem Herzen. Auch ohne ihn kannst du einen Zugang zu deiner Wildheit und Lebendigkeit herstellen. Als Mara das erkannte, schöpfte sie Mut, bewusst in eine erfolgreiche Zukunft mit Luca zu gehen zu können.

 

Was glaubst du, wie geht die Geschichte mit Mara und Luca weiter?

Welchen Charakterzug hat dein Hund bei dir zum Vorschein gebracht?

 Bis bald und immer dran denken: geh mutig und klar deinen Weg!

 

*Mara ist eine fiktive Persönlichkeit. Ähnlichkeiten mit realen Personen sind rein zufällig.

 

Anna Meißner ist Strukturgeberin für Persönlichkeit und Entwicklung. Sie hilft dir, genau der richtige Mensch für deinen Hund zu sein.

3 Comments

  1. Wieder ein sehr schöner Beitrag. Seit der Empfehlung von Diana lese ich sehr gerne bei dir. Ein sehr spannendes und emotionales Thema.

    Ich sage auch jedes Mal wieder, hört auf irgendwelches Theorien hinterherzulaufen. Denn der Hund akzeptiert nur euer selbst – pur und ungeschminkt.

    Auch mein Hund hat mich wieder zu mir selbst geführt. Zu meinem inneren und ursprünglichen ich. Eine sehr berauschende Erfahrung!

    • Hallo Francis,
      vielen Dank für deinen Kommentar! Dass ihr voller Power steckt, das sieht man auch auf den tollen Bildern in deinem Blog 😉 Ein tolles Team!

  2. Meine Schätze haben auch schon ganz viel in mir geweckt. Die „grosse Schwester“ von Vibi musste auch irgendwann gehen. Sie hat mir all das, was sie mich gelehrt und mir gezeigt hat, als Geschenk da gelassen. Ganz oft steht sie neben mir, wenn ich wieder alte Muster rauskrame, und erinnert mich, das Gelernte bei mir zu behalten.
    Vibi fordert Anderes von mir als Bonita damals. Teilweise ist es eine Fortsetzung von Bonitas Arbeit mit mir. Bonita hat mir Vibi geschickt um meine Seelenarbeit mit ihr fortzusetzen.
    So ganz verlieren wir unsere Seelentiere nicht, wenn sie gehen. Sie bleiben als Begleiter weiter bei uns mit ihrer Liebe und allem, was sie für uns sind. <3

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