Gehen dir manche Hundebegegnungen zu Herzen? Hast du im Nachhinein noch mit Ärger, Wut oder Angst zu tun? Es gibt viele einfache, aber äußerst wirkungsvolle Übungen, wie du dich von diesen negativen Gefühlen lösen und dein inneres Gleichgewicht wieder finden kannst. Eine meiner Lieblingsübungen stelle ich dir in diesem Artikel vor.

Eine einfache Übung mit phänomenaler Wirkung

Ich kann das gut nachempfinden, wenn Hundebegegnungen bei dir Stress auslösen. Auch ich kenne diese Momente, in denen man sich hinterher schlecht fühlt. Dann nutze ich die sogenannten Body-to-Brain-Übungen. Das sind Körperübungen, die man überall machen kann, auch unterwegs auf dem Hundespaziergang. Sie fallen nicht auf und sind ganz einfach zu merken. Der Effekt ist phänomenal. Du kannst darüber deine Emotionen steuern und auf dein Gehirn Einfluss nehmen.

Wenn starke Emotionen die Oberhand gewinnen

Herz (Emotionen), Hand (Verhalten) und Kopf (Verstand) sind miteinander vernetzt. Jeder Gedanke ist mit einer Handlung und mit einem Gefühl verbunden. Mal hat der eine Bereiche, mal der andere die Oberhand. Unangenehm wird es nur dann, wenn Ärger oder Wut die Herrschaft übernehmen, wenn Angst oder sogar Panik dich überrollen, obwohl die Situation, z. B. die Hundebegegnung, das in dem Maße gar nicht erforderte, sie schon vorbei ist und du deine Konsequenzen gezogen hast.

Anleitung zur Entspannungsübung

Wenn dein Herz klopft, deine Gefühle und Gedanken durcheinander sind, dann gib dir diesen Support, um dein inneres Gleichgewicht wieder zu finden: Leg eine Hand auf dein Herz und streich in kreisenden Bewegungen über den Brustbereich. Spüre die tröstliche Berührung und wie sich dadurch dein Atem, deine Gefühle und Gedanken beruhigen. Du kannst dir selbst dabei auch noch gut zusprechen und sagen: „Alles ist gut.“

Hand auf’s Hundeherz

Für viele Menschen ist es ungewohnt, auf diese Weise mit sich selbst zu sprechen und sich zu berühren. Hunden gegenüber fällt es viel leichter. Es ist ein schönes Gefühl über ihr weiches Fell zu streichen. Allein der Gedanke an unser geliebtes Tier tut uns gut. Nutze für die Übung also gerne auch deine Vorstellungskraft und nimm währenddessen deinen Hund in dein Herz. Vielleicht bemerkst du einen Unterschied.

„Body-to-Brain“ beim Hund

Body-to-Brain-Übungen werden auch erfolgreich im Hundetraining angewandt. Gerade ängstliche, nervöse und reizempfindliche Hund profitieren davon. Du kannst also auch bei Bedarf deinen Hund mit langsamen kreisenden Bewegungen über sein Brustfell streicheln, ihn somit trösten und beruhigen.

Selbstführung lernen mit Achtsamkeit

Wir tun alles mögliche dafür, unsere Hunde für Hundebegegnungen zu trainieren. Natürlich wissen wir, wie wichtig es ist, dass wir dabei selbst entspannt sind. Einfache Körper-, Atem- und Wahrnehmungsübungen, wie die, die ich dir in diesem Artikel beschrieben habe, setzen genau da an. Je mehr du lernst, achtsam mit dir umzugehen und dich selbst zu führen, umso besser gelingt es dir auch, deinem Hund in herausfordernden Situationen Führung zu geben.

Hast du die Übung ausprobiert? Ich freue mich, wenn du mir berichtest.

  • Bewährte Körper-, Atem- und Wahrnehmungsübungen zur Selbstführung gebe ich in meinem Achtsamkeitstraining mit Hund weiter. Details & Anmeldung

Foto © Ingela Skullman – pixabay.com